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Spendenkonto: 

Integer e.V.

VR Bank Rosenheim-Chiemsee eG

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Zum Nachdenken

Deutschlernen … hilft:  

„Wenn von dem Erwerb einer fremden Sprache gesprochen wird, so sollte damit immer auch die Kultur im weitesten Sinne gemeint sein, denn Sprache bildet kulturelle und gesellschaftliche Gegebenheiten, Wahrnehmungen, Orientierungen, Werte, Prinzipien und Ziele ab und schafft auch neue. Spracherwerb ist also immer auch Kultur-Erwerb und umgekehrt.“

(Aus: Jörg Roche; Deutschunterricht mit Flüchtlingen. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag 2016, S. 1-2)

                                                                                                                                                 (4/Oktober 2020)

„Nach dem Musikmachen bin ich nicht mehr so traurig.“
Gemeinsames Musizieren nimmt alle mit

Der Verein Integer startet im September 2020 ein innovatives Musikprojekt! Es geht um offenes Musizieren – ohne Vorkenntnisse, einladend, von der Gruppe getragen, mit gegenseitigem Respekt, vielseitig aus Freude an Klang und Rhythmus. Unter Anleitung eines erfahrenen Musikpädagogen suchen die Beteiligten gemeinsam eigene musikalische und soziale Wege.

Angesichts der Corona-Gefahr können wir derzeit nur mit Anmeldung arbeiten: Bitte rufen Sie an – wir informieren Sie gerne: Uta Grabmüller (0171 5673784).

UG 1.9.2020

Zum Hintergrund:

Was für ein Klischee: „Den Menschen aus Afrika liegt das Trommeln einfach im Blut.“ Doch es scheint zu stimmen: Als der Verein Integer im Herbst 2019 zu einem Hoffest an der Grassauer Gemeinschaftsunterkunft mehrere Djemben, Bongos, Shakers, Cabasas und Klangstäbe mitbrachte, waren im Handumdrehen alle Instrumente in schwungvollem Gebrauch. Unermüdlich ließen die Bewohner ihre Rhythmen hören, sie tanzten dazu, auch die Kinder, die begeistert immer wieder versuchten, auch ein Instrument zu ergattern. 

Spätestens dann entstand der Plan, gemeinsames Musizieren besser möglich zu machen. Der Verein Integer lud immer wieder ein zum Musikmachen. Mal kamen drei Leute, mal fünf, mal sieben, mal zwei. Immer fanden die aus Afrika Geflüchteten großen Anklang mit ihrem Talent. Doch ohne eine gewisse zusammenführende Gruppenleitung kamen die verschiedenen Teilnehmer*innen nicht zum ergiebigen gemeinsamen Musizieren. Auch war der provisorische Probenraum nicht gut geeignet.

Die Vereinsvorsitzende fand die Antwort: Ein sinnvoller Weg ist „Community Music“. Integer e. V. wird diese neue Form gemeinsamen Musizierens ausprobieren. Der Musikpädagoge Constantin Zill, der das Projekt einführen wird, schreibt: „Das gemeinschaftliche Musizieren in der Gruppe erhält dabei den gleichen Stellenwert wie die damit einhergehenden sozialen Prozesse. Die grundlegende pädagogische Idee will kulturelle Teilhabe ermöglichen, Inklusion fördern und soziale Gerechtigkeit herstellen. Erreicht wird das durch einen niedrigschwelligen und partizipativen Zugang: Absolut jeder kann mitmachen, unabhängig von musikalischen Vorkenntnissen oder Fähigkeiten; unabhängig von finanziellen Möglichkeiten, ethnischer Zugehörigkeit oder kulturellem Hintergrund. Durch musikvermittelnde Ansätze der Improvisation und der Imitation leicht spielbarer Musik entstehen vom ersten Moment an musische Gemeinschaftserlebnisse, bei denen sich jeder – trotz äußerst individueller Vorerfahrungen – als Teil der Gruppe wahrnehmen und so persönlich und musikalisch wachsen kann. Community Music kann Menschen aus unterschiedlichsten Lebenswelten in einem Ensemble vereinen, regionale Gemeinschaft stärken und Vorurteile abbauen.

 

 

„Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschheit.“

 
INTEGER Grassau e.V.